Archäologische Funde kehren nach Laa zurück

Manchmal öffnet ein Bauprojekt ein ganz besonderes Fenster in die Vergangenheit: Bei archäologischen Untersuchungen im Zuge eines Wohnhausneubaus in einer Laaer Siedlung konnten durch die Firma ARDIG – Archäologischer Dienst GesmbH – im Frühjahr überraschende und wissenschaftlich bedeutende Funde gesichert werden, die neue Einblicke in die frühe Geschichte von Laa an der Thaya geben.

Im Untersuchungsbereich wurden neun frühmittelalterliche Körperbestattungen freigelegt, die vermutlich ins 9. Jahrhundert n. Chr. datieren und als slawisch anzusprechen sind. Unter den Beigaben befanden sich unter anderem Glasperlen, Messerfragmente, Ganzgefäße, Schläfenringe, ein Spinnwirtel sowie Gürtelschnallen. Luftbildauswertungen deuten darauf hin, dass im Umfeld noch weitere Gräber vorhanden sein könnten.

Zusätzlich wurden drei Siedlungsgruben und ein Grubenhaus aus der Spätlatènezeit entdeckt. Besonders hervorzuheben sind Keramikfragmente mit charakteristischer Kammstrichverzierung.

Diese Funde wurden nun samt Abschluss-Bericht nach Laa zurückgebracht und werden künftig im neuen Stadtarchiv im Alten Rathaus verwahrt.

„Diese Funde sind ein wertvoller Schatz für unsere Stadt. Sie zeigen eindrucksvoll, wie tief die Geschichte von Laa an der Thaya reicht. Es ist uns ein großes Anliegen, diese Zeugnisse unserer Vergangenheit an einem geschützten auch für kommende Generationen zu bewahren. Zudem planen wir die Exponate im Rahmen einer Ausstellungsserie der Öffentlichkeit zu präsentieren.“ freut sich Bürgermeisterin Brigitte Ribisch.

Bürgermeisterin Brigitte Ribisch übernahm die archäologischen Funde von Mag. Gottfried Artner (ARDIG - Archäologischer Dienst GesmbH) mit Stadtamtsdirektor Reinhold Russ im künftigen Archiv der Stadtgemeinde Laa.

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